
Für Hans-Jürgen Irmer ist die Anzahl der Muslime zu hoch. Foto: Bild/dpa
Die Debatte ist ja bekannt. Christian Wulff möchte eine türkisch-stämmige Politikerin zur Ministerin in Niedersachsen machen. Dass das ein Wahlkampfmanöver ist, dürfte allen klar sein. Spätestens nach der Diskussion über die Personalie Özkan in den Reihen der CDU haben es auch die letzten begriffen. Selbst der 20-Jährige Wichtigtuer Younes Ouaqasse meldete sich zu Wort, obwohl keiner die “Null gewählt” hatte. Die CDU ist eine christliche Partei, die auch mal gegen das Grundgesetz verstößt mit ihren Argumenten. Das lass ich einfach mal so im Raum stehen. Ein weiterer CDU-Politiker, der hessische CDU-Fraktionsvize Hans-Jürgen Irmer, hat sich in die Diskussion eingemischt. Laut den Aussagen hätte es aber auch ein NPD-Politiker sein können.
In der Neuen Wetzlarer Zeitung (hier der Bericht in der FR) wurde er mit dem Spruch zitiert:
Irmer war in der Neuen Wetzlarer Zeitung mit den Worten zitiert worden, die Ernennung Özkans zur niedersächsischen Ministerin sei eine “Fehlentscheidung”. Sie sei nicht in der Lage, “deutsche Interessen wahrzunehmen”. Der Islam sei “auf die Eroberung der Weltherrschaft fixiert”, fuhr Irmer fort. “Wir brauchen nicht mehr Muslime, sondern weniger.”
Für Irmer ist Özkan nicht deutsch genug. Wie deutsch soll sie denn noch sein? Özkan ist in Hamburg geboren, 1990 Abitur gemacht, dann Jura studiert und nach dem 1. Staatsexamen ein Referendariat unter anderem beim europäischen Parlament gemacht, dann das 2. Staatsexamen geschafft und anschließend als Rechtsanwältin am Hamburger Landgericht zugelassen worden. Seit 1998 ist sie bei der Deutschen Telekom. Von sich selber sagt sie, sie sei Muslimin, aber betet nicht 5-mal am Tag. Ihr Kind wird sowohl über islamische als auch über christliche Feiertage von ihr aufgeklärt. Was ist daran, außer sie sei Muslimin, nicht deutsch genug. Und selbst wenn sie Muslimin ist ändert das nicht an ihrer “Deutschheit” (komisches Wort ausgedacht gerade). Das eine ist eine Staatsbürgerschaftsanspruch, dass andere eine Religionszugehörigkeit. Der Unterschied ist wohl zu den Landeiern der CDU noch nicht vorgedrungen. Und die Aussage mit Islam und der Weltherrschaft hat er sich wohl bei den hohlen “Islamkritikern” unserer Zeit abgeschaut. Noch wichtiger finde ich die letzte Aussage. “Wir brauchen weniger Muslime.” Ja, erschießt sie doch! Was soll man dazu noch sagen?
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ojemine, und so einer ist fraktionsvize der hessischen cdu?
der vorwurf, deutsche interessen nicht vertreten zu können, weil sie muslimin ist, erinnert dann doch stark an vorwürfe im pre-wkII-deutschland, dass juden heimlich gegen deutschland arbeiten würden.
wenn das zitat wahr ist, gehört der mann wg. volksverhetzung vor gericht.